Mikroplastik ist mittlerweile in vielen Bereichen unseres Lebens ein Problem – von Kosmetikprodukten über Lebensmittelverpackungen bis hin zu unserer täglichen Tasse Tee. Wusstest Du, dass herkömmliche Teebeutel oft Mikroplastik enthalten und beim Aufbrühen bis zu 11,6 Milliarden Mikroplastikpartikel in Dein Getränk abgeben? In diesem Beitrag erfährst Du, wie Mikroplastik in Teebeuteln entsteht, welche Risiken es birgt und welche nachhaltigen Alternativen Du wählen kannst.
Wie gelangt Mikroplastik in den Tee?
Viele industriell hergestellte Teebeutel bestehen nicht nur aus Papier oder Naturfasern, sondern enthalten Kunststoffe wie Nylon oder Polypropylen. Diese Materialien sorgen dafür, dass der Beutel stabil bleibt und sich beim Kontakt mit heißem Wasser nicht auflöst. Doch genau hier liegt das Problem: Durch die hohen Temperaturen werden winzige Plastikpartikel freigesetzt und landen direkt in deinem Tee.
Laut einer Studie setzen manche Teebeutel bis zu 11,6 Milliarden Mikroplastik- und 3,1 Milliarden Nanoplastikpartikel pro Tasse frei (Quelle). Diese Zahlen sind alarmierend, denn die Auswirkungen von Mikroplastik auf die menschliche Gesundheit sind noch nicht vollständig erforscht.
Gesundheitliche Risiken von Mikroplastik
Obwohl Langzeitstudien noch fehlen, zeigen erste Untersuchungen, dass Mikroplastik möglicherweise negative Auswirkungen auf den Körper haben könnte. Experten vermuten, dass diese Partikel:
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in den Blutkreislauf und Organe gelangen können
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entzündliche Prozesse im Körper auslösen könnten
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Giftstoffe enthalten oder absorbieren, die sich negativ auf die Gesundheit auswirken
(Quelle)
Während die Forschung noch andauert, empfehlen viele Experten bereits jetzt, die Aufnahme von Mikroplastik so weit wie möglich zu reduzieren.
Auswirkungen von Mikroplastik auf die Umwelt
Neben den potenziellen gesundheitlichen Risiken stellt Mikroplastik eine enorme Belastung für die Umwelt dar. Da es sich um extrem kleine Kunststoffpartikel handelt, wird es in der Natur nicht abgebaut, sondern zerfällt lediglich in immer kleinere Fragmente (Quelle). Diese bleiben über Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte in Gewässern und Böden erhalten.
Mikroplastik gelangt über Abwasser, Flüsse und Niederschlagswasser in die Umwelt. Es wird von Fischen und anderen Lebewesen aufgenommen, was zu Bioakkumulation führt. Zudem zieht Mikroplastik Schadstoffe an, die sich auf seiner Oberfläche anreichern können (Quelle).
Besonders alarmierend ist, dass Mikroplastik letztlich wieder in unsere Nahrungskette gelangt, beispielsweise durch den Verzehr von Meeresfisch. Darüber hinaus trägt der Zerfall von Plastik zur Freisetzung von Treibhausgasen wie Methan bei, was die Klimaerwärmung verstärkt (Quelle).
Nachhaltige Alternativen: So kannst du Mikroplastik vermeiden
Glücklicherweise gibt es mehrere Möglichkeiten, Tee nachhaltig und mikroplastikfrei zu genießen:
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Plastikfreie Teebeutel
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Achte auf biologisch abbaubare Teebeutel, die aus natürlichen Fasern wie Zellulose oder Hanf bestehen. Viele Bio-Hersteller setzen bereits auf diese Alternativen.
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Loser Tee
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Die beste Möglichkeit, Plastik vollständig zu vermeiden, ist loser Tee. Mit wiederverwendbaren Teesieben oder Stoffbeuteln kannst Du deinen Tee ganz ohne Verpackungsmüll genießen.
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Wiederverwendbare Stoff-Teebeutel
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Baumwoll- oder Leinenbeutel sind eine nachhaltige Option für alle, die nicht auf den Komfort eines Beuteltees verzichten möchten.
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Fazit: Bewusste Teewahl für mehr Nachhaltigkeit
Mikroplastik in Teebeuteln ist ein unterschätztes Problem, das sowohl unsere Gesundheit als auch die Umwelt betrifft. Doch die gute Nachricht ist: Jeder kann mit kleinen Veränderungen einen Unterschied machen. Wer auf plastikfreie Alternativen setzt oder auf losen Tee umsteigt, reduziert nicht nur den Plastikverbrauch, sondern genießt auch ein unverfälschtes Geschmackserlebnis.
Tipp: Bei Harmonitea setzen wir auf höchste Qualität und umweltfreundliche Verpackungen – entdecke unsere nachhaltige Auswahl an losen Teesorten und genieße Deine Tasse Tee ohne Mikroplastik!
Foto von Lynda Sanchez auf Unsplash
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